Septumplastik

Beurteilung der Nasenscheidewandverkrümmung und der damit verbundenen Atembeschwerden.

Die Septumplastik ist eine funktionelle Operation zur Behandlung von Atemproblemen, die durch eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (Septum) entstehen.

Was ist eine Septumdeviation?

Das Septum ist die aus Knochen und Knorpel bestehende Wand, die die Nasenhöhle in eine rechte und eine linke Hälfte teilt. Es kann angeboren, während des Wachstums oder nach einem Trauma zu einer Seite hin verkrümmt sein.

Die Verkrümmung kann den Luftstrom im Naseninneren einengen und zu ein- oder beidseitiger Verlegung, Schnarchen, Nasenbluten oder wiederkehrenden Nebenhöhlenbeschwerden beitragen. Nicht jede Septumdeviation verursacht Beschwerden.

Diagnose und Beurteilung

Die Diagnose stützt sich auf die Vorgeschichte und die Untersuchung des Naseninneren. Bei Bedarf wird das Naseninnere endoskopisch genau untersucht. Auch andere Ursachen der Atembeschwerden (vergrößerte Nasenmuscheln, Allergie, Verengung der Nasenklappe) werden abgeklärt.

Die Entscheidung für eine Septumplastik richtet sich nach dem Ausmaß der Beschwerden und dem Ansprechen auf nicht operative Möglichkeiten wie Medikamente.

Operation und Heilung

Die Septumplastik erfolgt vom Naseninneren aus und erfordert keinen äußeren Schnitt. Die verkrümmten Anteile werden begradigt oder bei Bedarf entfernt; die stützende Funktion des Septums soll möglichst erhalten bleiben. Nach der Operation können Tamponaden oder Silikonschienen im Naseninneren verwendet werden.

In den ersten Tagen nach der Operation kann ein Gefühl der Verlegung bestehen. Nasenpflege und Kontrollen richten sich nach den Empfehlungen des Arztes. Sie kann gemeinsam mit einer Rhinoplastik geplant oder allein durchgeführt werden.

Risiken

Blutung, Infektion, erneute Verkrümmung des Septums, Krustenbildung und selten eine Septumperforation wurden berichtet. Diese Risiken und der erwartete Nutzen werden vor der Operation gemeinsam beurteilt.

In welchen Fällen wird sie erwogen?

  • Dauerhafte oder einseitige Nasenverlegung
  • Atemprobleme, die trotz medikamentöser Behandlung anhalten
  • Schnarchen oder Nasenbluten aufgrund einer Septumdeviation
  • Wiederkehrende Nebenhöhlenbeschwerden im Zusammenhang mit einer Septumdeviation

Wie läuft der Prozess ab?

  1. Untersuchung des Naseninneren und bei Bedarf Endoskopie
  2. Beurteilung weiterer Ursachen der Verlegung
  3. Überprüfung nicht operativer Möglichkeiten
  4. Operation und Entlassungshinweise
  5. Kontrolluntersuchungen

Häufig gestellte Fragen

Verändert die Septumplastik das äußere Aussehen der Nase?

Da die Septumplastik vom Naseninneren aus erfolgt, zielt sie für sich allein nicht darauf ab, die äußere Form zu verändern. Soll auch das Aussehen verändert werden, kann sie gemeinsam mit einer Rhinoplastik geplant werden.

Ist bei jeder Nasenverlegung eine Operation nötig?

Nein. Ursachen wie Allergie, vergrößerte Nasenmuscheln und Infektionen können mit Medikamenten oder anderen Methoden behandelt werden. Die Entscheidung richtet sich nach den Untersuchungsbefunden.

Kann die Verkrümmung nach einer Septumplastik wiederkehren?

Selten kann die Verkrümmung teilweise erneut entstehen. Dieses Risiko wird vor der Operation besprochen.

Diese Seite dient der allgemeinen Information. Diagnose und Behandlungsplan werden nach der ärztlichen Untersuchung festgelegt.
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